Regional einkaufen und saisonal kochen – das ist etwas, was sofort empfohlen wird, wenn man in einen nachhaltigen Alltag starten möchte. Es schon zudem deinen Geldbeutel und die Umwelt. Mit einem regionalen Einkauf förderst du zudem lokale, kleine Betriebe und förderst damit dir Wirtschaft in deiner Region. Das hört sich doch alles super an! Also lasst uns damit beginnen.

Was bedeutet saisonal Kochen?

In erster Linie bedeutet es, dass du deine Mahlzeiten vor allem aus den Lebensmitteln zubereitest, die gerade in deiner Region geerntet werden können.

Das bedeutet beispielsweise, dass du nicht im August Spargel kochst, sondern im Mai und Juni – eben dann wenn er in deiner Region reif ist und geerntet wird. Eigentlich musst du nur auf zwei Dinge achten:

  1. Welche Jahreszeit / welchen Monat haben wir gerade und in welchem Erdteil befinde ich mich?
  2. Was wird hier und jetzt geerntet?

Zu 1.: Diese Frage ist total einfach zu beantworten und du weißt sicher die Antwort. Meine Antwort wäre im Moment: Ich bin in Süddeutschland und es ist Juni.

Zu 2.: Hier wird es schon schwieriger. Wenn du nicht gerade einen eigenen großen Gemüsegarten hast, kannst du gar nicht wissen welches Obst oder Gemüse gerade reif ist.
Darum unterstütze ich dich bei dieser Antwort: Ich selber habe schon lange Saisonkalender in der Küche hängen und habe damit meine Einkäufe geplant. Hübsch waren die Tabellarischen Kalender nie und darum hingen sie oft einfach in einer Küchenschranktür und wurden dann doch manchmal vergessen. Damit das nicht wieder vorkommt habe ich mir einen wunderschönen Saisonkalender gestaltet und selber ausgedruckt.

Wenn du ihn dir mal anschauen willst, kannst du gerne hier vorbeischauen und ihn dir auch herunterladen und ausdrucken.

Aber jetzt wieder zurück zum eigentlichen Thema: Saisonal Kochen. Denn Saisonal Kochen hat auch einige Vorteile (außer dem hübschen Kalender in der Küche), welche das sind werde ich dir in den kommenden Abschnitten zeigen.

Saisonal kochen fördert die Gesundheit

Wenn du wirklich die Nahrungsmittel verkochst, die nicht weit weg wachsen, isst du gesünder. Das Obst und Gemüse wird nicht unreif gepflückt und muss nicht auf dem Transportweg zu uns nachreifen. Hast du schon einmal Erdbeeren selber vom Feld gepflückt und gegessen? Das hat mit dem Obst aus dem Supermarkt überhaupt nichts zu tun! Direkt vom Feld ist es so viel aromatischer, reifer und frischer.

Selbst im Winter wächst saisonales Gemüse in Mitteleuropa heran. Unterschiedliche Kohlsorten kommen dann auf den Teller – leider sind die gerade alles andere als Trend, aber ich bin mir sicher, dass es der eine oder andere Kohl auch wieder vermehrt in die Küchen schafft. Kohl steckt voller Vitamine, Eisen und noch vielen weiteren Inhaltsstoffen. Darauf sollten wir in der dunklen Jahreszeit nicht verzichten.

Saisonal kochen hilft dir dabei Geld zu sparen

Ist dir schon aufgefallen, dass Gurken im Sommer 50 Cent und im Winter 2 Euro kosten? Das kommt von den Transportkosten. Dieses teure Gemüse wurde unreif geerntet und wahrscheinlich aus der trockensten Gegend in Spanien zu uns geschickt.

Hast du dich schon mal im Einlegen probiert? Kaufe im Sommer jedes Mal eine zusätzliche Gurke und lege sie süß-sauer ein oder wie auch immer du sie magst. Im Winter, wenn dich die absolute Gurkenlust überfällt, öffnest du das Glas und genießt das Sommergemüse. Das kannst du übrigens mit fast allen Obst- und Gemüsesorten machen.

Statt Einkochen und Einwecken kann man Obst und Gemüse auch wunderbar einfrieren oder trocknen!

Regional einkaufen und saisonal kochen – Was ist die Herausforderung bei der Umstellung?

Ich weiß, es ist total einfach zu schreiben: Hey Leute! Schaut mal! Saisonales Gemüse ist so gesund und lecker. Das andere Gemüse ist total schlecht für euch und die Umwelt!

Aber mal ehrlich: Wir sind komplett konditioniert. Der nächste Laden mit importiertem Obst und Gemüse ist nur wenige Meter entfernt.

Ich weiß, ich fordere viel. Ich fordere nämlich wirklich allen Ernstes, dass wir saisonal einkaufen statt importiert. Wir sind verwöhnt und fordern zu viel von Natur und Umwelt. Wir können einkochen lernen und müssen uns dann auch im Winter nicht nur von Kohl ernähren.

Es ist eine große Umstellung!  Aber (wie ich immer sagen) Schritt für Schritt schaffen wir es gemeinsam, dass wir saisonaler einkaufen. Einfach indem wir uns immer mehr inspirieren und daran erinnern wie einfach, gesund und günstig das ist. Lasst es uns gemeinsam angehen: Für uns! Für unsere Umwelt! Für unser Klima!

Saisonaler Appetit und Gelüste

Ja, ich gebe es zu. Auch ich habe bereits im Mai Lust auf Kirschen und im September auf Spargel. Es fällt nicht leicht, die Kochgewohnheiten komplett auf saisonal umzustellen. Vor allem wenn wir es uns einfach immer kaufen können.

Mit eingekochtem Obst und Gemüse, einer vollen Gefriertruhe, Kartoffeln und Mehl in der Abstellkammer und ein bisschen Mangold, Rosenkohl, Petersilie und Spinat im Gemüsegarten kommt man trotzdem gut und abwechslungsreich über den Winter.

Saisonal einkochen – Vorbereitung ist alles!

Wie schon oben erwähnt: Alles, wirklich so gut wie alles kannst du einkochen und haltbar machen! Du brauchst dazu fast gar keinen Gefrierschrank – vor allem keine großen Truhen. Einen großen kalten Erdkeller brauchst du dafür auch nicht.

Ein Traum geht in Erfüllung: Das sind die besten Gläser der Welt, wenn ihr im Winter Sommergemüse und Obst braucht! Quasi Fast Food in der gesunden Variante.

Ein Beispiel: Gemüse, dass nicht mehr gut zu lagern ist, kannst du einkochen und damit vor dem Kompost bewahren.

Wie genau du Gemüse und Obst einkochst kannst du hier nachlesen. Ich selber habe zwar schon das eine oder andere Obst und Gemüse eingekocht, fühle mich aber ehrlich gesagt noch nicht bereit dazu dir hier fachmännischen Rat zu geben. Ich werde mich dieses Jahr aber mehr damit befassen und es werden daraufhin hoffentlich noch viele weitere Rezepte zum Haltbarmachen online kommen. Solange verweise ich dich gerne auf diesen Blog und dessen Rezepte.

Wenn du dir unsicher bist, welches Obst und Gemüse gerade Saison hat, kannst du einen Blick auf meinen Saisonkalender werfen. In jeder Monatsansicht findest du dort eine große Auflistung der Lebensmittel die jeweils regional und saisonal geerntet werden können oder aber als bspw. Lagerobst erhältlich sind.