So schmeckt der Herbst! Ich liebe den Geruch von Quitten und daraus dann köstliches Quittengelee selber zu machen ist für mich Herbst-Feeling pur. Wollt ihr auch? Ich teile euch mein leckeres Rezept von Oma.
Tatsächlich habe ich in den letzten Jahr immer Quitten von Oma, Tanten und Freunden geschenkt bekommen. Seit diesem Jahr haben wir einen eigenen Quittenbaum (ein kleines Träumchen, dass in Erfüllung geht – zwickt mich mal bitte einer!)!!
Und ich freue mich schon riesig auf die erste eigene Quittenernte.
Und bis es soweit ist (ihr werdet es hier erfahren), hoffe ich weiter jeden Herbst auf geschenkte Quitten und genieße unser köstliches Quittengelee.

🍐 Die Magie der Quitte – warum sie so besonders ist
Quitten sind kleine Schätze, die heute fast in Vergessenheit geraten sind. Ihr Duft ist unverwechselbar, ihr Geschmack einzigartig – herb, fruchtig und warm zugleich. Vielleicht kennst du es auch: Sobald eine Quitte in der Küche liegt, erfüllt sie den ganzen Raum mit diesem goldenen, fast nostalgischen Aroma. Genau das macht Quittenrezepte so besonders – sie tragen ein Stück Vergangenheit in sich.
👵 Warum Omas Rezepte einfach anders schmecken
Es gibt Rezepte, die schmecken nicht nur gut – sie fühlen sich gut an. Omas Quittengelee gehört genau dazu. Es ist nicht nur ein Rezept, sondern ein Gefühl:
- Kindheit
- Geborgenheit
- warme Küche
- dampfende Töpfe
- und das leise Klirren von Einmachgläsern
Wenn du dieses Gelee kochst, entsteht mehr als ein Brotaufstrich. Du bewahrst ein Stück Familiengeschichte.
🧺 Quitten sammeln – ein kleines Herbstritual
Vielleicht hast du selbst einen Quittenbaum im Garten oder kennst jemanden, der zu viele Früchte hat. Quitten zu sammeln ist ein wunderschönes Ritual:
- Die Früchte sind schwer und warm vom Herbst
- Die Hände duften danach stundenlang, genauso wie die Küche in der du das Gelee kochst
- Und man spürt sofort: Jetzt beginnt die gemütliche Jahreszeit

Quittengelee: Mein Lieblingsrezept
Das braucht ihr dazu:
- 1 kg Quitten (schon geviertelt & entkernt)
- 1 kg Gelierzucker (1:1)
- feiner Sieb (Alternativ: grobes Geschirrhandtuch)
Und so geht’s: Quittengelee
- Vorbereitung: Reibt die Quitten mit einem Geschirrtuch ab, um den bitteren Flaum zu entfernen.
- Jetzt könnt ihr sie ungeschält halbieren, vierteln, entkernen und gemeinsam abwiegen (ihr braucht 1kg)
- Gebt nun die Quitten in einen Topf, bedeckt sie mit Wasser und kocht sie auf.
- Kocht sie ca. 45 Min. bei mittlerer Hitze weich (in einem Schnellkochtopf dauert es 10 Min.) und lasst sie anschließen gut abkühlen.
- Siebt sie nun durch ein feines Sieb ab und lasst sie über Nacht in eine Schüssel abtropfen, ohne dabei nachzuhelfen (ohne pressen oder quetschen)
- Am nächsten Tag könnt ihr den abgesiebten Saft mit Gelierzucker zum Kochen bringen, 5 Min. sprudelnd kochen (rühren!!), Gelierprobe machen und in Gläser heiß abfüllen.
Fertig ist euer köstliches Quittengelee.

🍞 Wozu Quittengelee am besten passt & wofür du es noch verwenden kannst
Viele kennen Quittengelee nur aufs Brot – dabei kann es so viel mehr:
- als Glasur für Kuchen oder Tartes
- als Topping für Joghurt oder Porridge
- als süße Note in Salatdressings
- Plätzchen & Spitzbuben (als Füllung für Plätzchen)
- Käseplatten (besonders lecker zu Hartkäse)
- als Füllung für Hefeschnecken
- als Geschenk aus der Küche
🎁 Quittengelee als Geschenk aus der Küche
Selbstgemachtes Gelee ist ein wunderschönes Geschenk – persönlich, nachhaltig und voller Liebe. Du kannst kleine Etiketten gestalten, Stoffreste als Deckelüberzug nutzen oder ein paar getrocknete Blätter dazubinden. Ein Glas Quittengelee sagt: „Ich habe an dich gedacht.“
🎀 Einmachgläser schön gestalten
Ein kleines Kapitel über die Gestaltung der Gläser macht deinen Beitrag noch praktischer:
- Stoffreste als Deckelüberzug
- handgeschriebene Etiketten* (Affiliate Link)
- kleine Bänder oder getrocknete Blätter
- Geschenksets mit Tee oder Keksen
So wird aus einem Glas Quittengelee ein liebevolles Geschenk.

🕯️ Der Duft von Quitten – ein Herbstgefühl
Quitten haben einen Duft, der Räume erfüllt. Viele legen sie im Herbst einfach in die Küche oder auf die Fensterbank. Der Geruch erinnert an warme Küchen, an Omas Schürze, an goldene Nachmittage.
Leckere Rezepte im Herbst
Quittenbrot
Das übrige Quittenmus, das beim Gelee machen ausgekocht übrig bleibt, habe ich dieses Jahr (zum Großteil) zu Quittenbrot weiterverarbeitet.
Schmeckt köstlich! Wie selbst gemachte Gummibärchen – nur aus dem eigenen Obst!
Wir haben dieses Jahr drei Gläser voll davon und werden das Quittenbrot sicher bis ins Frühjahr hinein genießen.

Quittenmarmelade
Die leckere Quittenmarmelade ist quasi ein „Reste“-Einkochen aus dem Quittengelee – das „übrige“ Furchtfleisch könnt ihr ganz einfach mit Gelierzucker zu Marmelade einkochen – schmeckt köstlich!
Und ich bin super traurig, dass wir dieses Jahr nur ein Glas davon hatten, einfach weil ich den Rest Quittenmus zu Quittenbrot verarbeitet habe.
Nächstes Jahr gibt es mehr Quittenmarmelade!
Mein Rezept dazu findet ihr hier.

Apfelschmarren
Schrumpelige Äpfel oder Falläpfel lecker verarbeiten? Dann ist das Apfelschmarren Rezept das richtige für euch! Ahhh… einfach köstlich! Und richtig schnell zubereitet. Perfekt auch als Dessert oder nach einer dicken Kartoffelsuppe.

Birnenmarmelade
Es ist wieder soweit! Zeit für reife Birnen! Einen großen Stoffbeutel voll haben wir gesammelt. Jetzt müssen das überreife Fallobst vom wild gewachsenen Birnbaum schnell verarbeitet werden.
Leckere Birnenmarmelade hab ich daraus gekocht – verfeinert mit etwas Zimt.
Mein super einfaches Birnenmarmelade Rezept zeige ich euch hier.

Herbst zum Frühstück – Kürbis-Apfel-Marmelade selbermachen
Hmmm… endlich Herbst! Ich freue mich schon so sehr auf Laubwälder, Kürbissuppe und Zwiebelkuchen, dass ich diese Woche bei den ersten Kürbissen beim Bauernladen direkt zuschlagen musste.
Mutig mal etwas Neues auszuprobieren und nicht nur Kürbissuppe daraus zu kochen, habe ich mich an ein Rezept für Kübismarmelade gewagt: Kürbis-Apfel-Marmelade selbermachen.

🌿 Nachhaltigkeit: Warum Quitten perfekt in die moderne Küche passen
Quitten sind robust, regional und wachsen oft sogar im eigenen Garten. Sie brauchen kaum Pflege, keine exotischen Transportwege und lassen sich vielseitig verarbeiten. Damit passen sie perfekt zu einem bewussten, nachhaltigen Lebensstil – so wertvoll.
🌾 Quitten im Garten – ein Baum für Generationen
Quittenbäume im eigenen Garten sind eine enorme Bereicherung für die Nutztiere, die Artenvielfalt und die Artenerhaltung:
- Sie sind robust
- brauchen wenig Pflege
- blühen wunderschön
- tragen oft jahrzehntelang
Ein Quittenbaum ist ein Geschenk an die Zukunft – und passt perfekt zu meinem Rezept, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Alte Obst-Sorten in unseren Gärten
🍏 Der Boskoop – ein Apfel wie aus Kindertagen
Der Boskoop gehört zu den ältesten Apfelsorten, die früher in vielen Gärten standen. Sein Aroma ist kräftig und leicht säuerlich – perfekt für Apfelmus, Kuchen oder Bratäpfel. Viele verbinden mit ihm Kindheitserinnerungen: das Knistern von Laub unter den Füßen, der Duft frisch gebackener Apfelkuchen und die warme Küche der Großeltern. Ein Baum, der Tradition und Geschmack vereint.
🍐 Die Gute Luise – eine Birne mit Geschichte
Die Birnensorte „Gute Luise“ war früher in fast jedem Bauerngarten zu finden. Sie ist saftig, weich und unglaublich aromatisch. Ob als Kompott, im Kuchen oder einfach pur – diese Birne schmeckt nach Spätsommer und Familienzeit. Ein Obst, das heute fast nostalgisch wirkt und dennoch wunderbar in moderne Gärten passt.
🍒 Sauerkirschen – Omas Klassiker für Kuchen und Kompott
Sauerkirschbäume, besonders die Sorte „Schattenmorelle“, waren früher weit verbreitet. Ihre Früchte sind ideal für Kirschkuchen, Marmelade oder Kompott. Der Geschmack ist unverwechselbar: fruchtig, leicht säuerlich und perfekt für traditionelle Familienrezepte. Ein Baum, der jedes Jahr aufs Neue Freude schenkt.
🍑 Weinbergpfirsiche – klein, robust und voller Aroma
Weinbergpfirsiche sind alte, robuste Sorten, die oft an Hauswänden oder in Weinregionen wachsen. Sie sind kleiner als moderne Pfirsiche, dafür aber intensiver im Geschmack. Ihr leicht würziges Aroma macht sie ideal für Marmelade, Chutney oder zum frischen Naschen. Ein echtes Stück Gartenkultur.
🍇 Alte Weinreben – süße Erinnerungen an früher
Viele alte Häuser hatten Weinreben an der Fassade. Sie spendeten Schatten, sahen wunderschön aus und lieferten kleine, süße Trauben. Kinder liebten es, sie direkt vom Stock zu naschen. Weinreben sind nicht nur dekorativ, sondern auch ein lebendiges Stück Familiengeschichte.
🍑 Mirabellen – kleine goldene Sommerfrüchte
Mirabellenbäume waren früher in vielen Gärten zu finden. Ihre kleinen, gelben Früchte sind süß, weich und perfekt für Marmelade, Likör oder Kuchen. Viele verbinden Mirabellen mit Sommerferien bei Oma – ein Geschmack, der sofort ein warmes Gefühl auslöst. Wir haben inzwischen auch einen Mirabellenbaum im Garten – weil wir die Erinnerungen wieder Realität werden lassen wollten.
🍑 Renekloden – die fast vergessenen Pflaumen
Renekloden sind alte Pflaumensorten, rund, grünlich und unglaublich süß. Heute sind sie selten geworden, doch wer sie kennt, liebt sie. Sie eignen sich hervorragend für Kompott, Kuchen oder einfach zum Naschen. Ein Obst, das an frühere Zeiten erinnert.
🍎 Goldparmäne – ein Apfel mit Charakter
Die Goldparmäne ist eine der ältesten Apfelsorten Europas. Ihr Geschmack ist würzig, leicht nussig und sehr aromatisch. Sie lässt sich gut lagern und war früher ein wichtiger Winterapfel. Ein Baum, der Geschichte erzählt und gleichzeitig köstliche Früchte liefert.
🍐 Mispeln – das fast vergessene Winterobst
Mispeln sind eine der ältesten Obstsorten überhaupt. Sie werden erst nach dem Frost weich und entwickeln dann ihren mild-süßen Geschmack. Früher waren sie ein wichtiger Vitaminlieferant im Winter. Heute erlebt die Mispel ein kleines Comeback – und passt wunderbar in naturnahe Gärten.
🍇 Holunder – ein Schatz aus Omas Garten
Holunder war früher in fast jedem Garten zu finden. Seine Blüten und Beeren wurden vielseitig genutzt: für Sirup, Gelee, Tee oder als Hausmittel gegen Erkältungen. Holunder ist robust, pflegeleicht und ein echter Alleskönner – ein Strauch, der Tradition und Naturwissen verbindet.
❤️ Ein kleines Stück Liebe im Glas
Manchmal, wenn ich ein Glas Quittengelee öffne, habe ich das Gefühl, als würde ein warmer Hauch aus der Vergangenheit den Raum erfüllen. Es ist, als würde meine Oma für einen Moment wieder neben mir stehen – mit ihrer Schürze, ihrem Lächeln und dieser stillen Art, mit der sie alles ein bisschen leichter gemacht hat.
Dieses Gelee ist mehr als ein Rezept. Es ist ein Gefühl. Ein Zuhause. Ein leises „Ich bin da“, das über Generationen hinweg trägt.
Vielleicht geht es dir ähnlich, wenn du alte Obstsorten im Garten entdeckst – einen Boskoop, der schon Jahrzehnte überstanden hat, eine Mirabelle, die jeden Sommer zuverlässig Früchte schenkt, oder eine Quitte, die ihren Duft wie ein Versprechen verströmt. All diese Bäume sind wie kleine Liebesbriefe aus der Vergangenheit. Sie erinnern uns daran, wo wir herkommen, und daran, dass manche Dinge bleiben dürfen.
Wenn du also das nächste Mal ein Glas Quittengelee kochst, dann denk daran: Du bewahrst nicht nur Früchte auf. Du bewahrst Erinnerungen. Du bewahrst Liebe. Und vielleicht schenkst du sie sogar weiter – an deine Kinder, deine Familie, an Menschen, die dir wichtig sind.
So wird aus einem einfachen Rezept ein kleines Stück Herzgeschichte. Ein Glas voller Wärme. Ein Glas voller Liebe.
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