Vor allem bei Kosmetika habe ich gemerkt, dass es total schwierig ist nachhaltige, müllfreie Alternativen zu finden. Darum versuche ich in letzter Zeit viel mehr Dinge aus einfachen Zutaten selber zu machen und so Zeit, Geld, Verpackungen und Ressourcen zu sparen. Ich probiere einfach viel aus und zu einem der Rezepte die ich vor kurzem ausprobiert habe gehört auch dieses Zero Waste DIY Puder selber zu machen.
🌍 Warum Zero Waste Kosmetik wichtig ist
Zero Waste Kosmetik ist weit mehr als ein Trend. Sie ist eine bewusste Entscheidung für einen Lebensstil, der Umwelt, Körper und Ressourcen respektiert. Gerade in der Beauty‑Welt, die oft von Einwegverpackungen, Mikroplastik und fragwürdigen Inhaltsstoffen geprägt ist, kann jede kleine Veränderung einen großen Unterschied machen.
♻️ Weniger Müll – mehr Wirkung
Konventionelle Kosmetikprodukte verursachen enorme Mengen an Verpackungsmüll. Viele davon bestehen aus Plastik, das nur selten recycelt wird. Zero Waste Kosmetik setzt stattdessen auf:
- wiederverwendbare Behälter, z.B. Schraubgläser
- plastikfreie Alternativen
- minimalistische Verpackungen oder komplett unverpackte Produkte
Jedes selbstgemachte Produkt spart Verpackung – und damit Ressourcen.
🌱 Natürliche Inhaltsstoffe statt Chemiecocktail
Viele herkömmliche Produkte enthalten Mikroplastik, synthetische Duftstoffe oder Konservierungsmittel. Zero Waste Kosmetik setzt auf:
- einfache, natürliche Zutaten
- volle Transparenz
- hautfreundliche Alternativen
Du weißt genau, was auf deine Haut kommt – und was nicht.
🌿 Bewusster Konsum statt Überfluss
Zero Waste Kosmetik lädt dazu ein, weniger, aber besser zu verwenden. Statt zehn Produkten im Badschrank brauchst du vielleicht nur zwei oder drei – dafür hochwertige, natürliche und selbstgemachte.
Das spart:
- Geld
- Platz
- mentale Energie
Minimalismus kann unglaublich befreiend sein.
🌎 Schutz von Umwelt & Ökosystemen
Mikroplastik, Silikone und synthetische Polymere gelangen über das Abwasser in Flüsse und Meere. Zero Waste Kosmetik vermeidet diese Stoffe komplett und trägt so aktiv zum Schutz der Umwelt bei.
💛 Selbstwirksamkeit & Kreativität
Etwas selbst herzustellen, das du täglich benutzt, fühlt sich gut an. Es stärkt:
- das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
- die Verbindung zu deinem Körper
- das Bewusstsein für Qualität
Viele Frauen berichten, dass DIY‑Kosmetik ihnen ein Gefühl von Ruhe, Erdung und Selbstbestimmung gibt.
🌸 Ein Schritt zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag
Zero Waste Kosmetik ist oft der Einstieg in einen nachhaltigeren Lebensstil. Wer einmal erlebt hat, wie einfach und befreiend DIY‑Produkte sind, verändert meist auch andere Bereiche:
- Haushalt
- Ernährung
- Mode
- Konsumverhalten
Es ist ein kleiner Schritt mit großer Wirkung.



Zutaten für das Zero Waste DIY Puder
Für eine Portion brauchst du:
- 1 verschließbares Glas
oder eine Dose - 2 Teelöffel Maisstärke
- 1 bis 2 Teelöffel
Heilerde (z. B. die Heilerde „Luvos hautfein“ die kannst du in jeder Drogerie
erhalten) - 0,5 bis 1 Teelöffel
Zimtpulver oder Back-Kakao-Pulver oder beides (die Menge kannst du langsam
immer weiter erhöhen, bis die Farbnuance deines Hauttones erreicht hast.)
Ich bereite mir immer gleich eine etwas größere Menge zu – dann muss ich es nicht so schnell nachmachen.
Aber zum Ausprobieren und experimentieren würde ich dir die angegebenen Mengen empfehlen. Sobald du dir sicher bist, kannst du dir dann größere Mengen davon zubereiten.
Wie du das Puder selber zubereitest
- Die Zutaten durch ein kleines Sieb (und ggf. Trichter) in das Gefäß füllen und gut mischen.
- Trage das Puder wie gewohnt mit einem Pinsel auf.
- Sobald du das Glas öffnest wirst du vor allem den Zimt riechen. Der Duft verfliegt aber schnell, wenn du das Puder auf deine Haut aufgetragen hast.
Aber Achtung! Nicht jeder verträgt Zimt: Wenn die Anwendung des Puders bei dir allergische Hautreaktionen hervorruft, kannst du statt Zimt auch Back-Kakao nehmen – auch dieser Duft verfliegt schnell.



🌸 Zusätze für DIY‑Puder – natürliche Extras für jede Haut
DIY‑Puder ist wunderbar minimalistisch – und gleichzeitig unglaublich vielseitig. Mit ein paar natürlichen Zusätzen kannst du ihn perfekt an deine Hautbedürfnisse anpassen. Diese Zutaten sind leicht erhältlich, plastikfrei verpackbar und passen ideal in eine Zero‑Waste‑Beauty‑Routine.
🌿 Kaolin (weiße Tonerde)* (Affiliate Link)
Kaolin ist besonders sanft und eignet sich für alle Hauttypen. Es:
- mattiert leicht
- beruhigt empfindliche Haut
- sorgt für eine feine, seidige Textur
Perfekt für Frauen, die zu Rötungen oder sensibler Haut neigen.
🤎 Kakaopulver* (Affiliate Link)
Ein natürlicher Farbgeber, ideal für wärmere Hauttöne. Es:
- verleiht einen warmen, natürlichen Teint
- duftet angenehm
- ist komplett essbar und damit besonders „clean“
Achte auf ungesüßtes, reines Bio‑Kakaopulver.
🪶 Zimt* (Affiliate Link)
Zimt wird sparsam eingesetzt und eignet sich vor allem für warme Untertöne. Er:
- bringt Tiefe in den Farbton
- wirkt leicht antibakteriell
- sorgt für einen sanften Glow
Für sehr empfindliche Haut lieber vorsichtig testen.
🌞 Kurkuma* (Affiliate Link)
Kurkuma ist ein kraftvoller Naturfarbstoff. Es:
- eignet sich für goldene und warme Hauttöne
- wirkt beruhigend
- kann Rötungen optisch ausgleichen
Wichtig: Nur winzige Mengen verwenden, da es stark färbt.
🌫️ Grüne Tonerde* (Affiliate Link)
Ideal für ölige oder unreine Haut. Sie:
- absorbiert überschüssigen Talg
- wirkt klärend
- hilft, Glanz zu reduzieren
Ein toller Zusatz für ein mattes Finish.
🌺 Rosenpulver* (Affiliate Link)
Ein zarter, femininer Zusatz für alle, die natürliche Pflege lieben. Es:
- duftet leicht blumig
- wirkt beruhigend
- verleiht dem Puder eine rosige Nuance
Besonders schön für trockene oder reife Haut.
🧴 Zinkoxid (nicht nano)* (Affiliate Link)
Zinkoxid wird in vielen Naturkosmetikprodukten verwendet. Es:
- wirkt beruhigend
- kann Rötungen kaschieren
- sorgt für ein weiches, deckendes Finish
Wichtig: Nur nicht‑nano Varianten verwenden und vorsichtig dosieren.
🌾 Hafermehl* (Affiliate Link)
Ein sanfter, hautfreundlicher Zusatz. Es:
- beruhigt gereizte Haut
- wirkt leicht feuchtigkeitsspendend
- macht den Puder besonders weich
Ideal für trockene oder empfindliche Haut.
🌿 Zero Waste Verpackungsideen – schön, praktisch & nachhaltig
Zero‑Waste‑Kosmetik endet nicht beim Produkt selbst. Die Verpackung ist genauso wichtig – und oft der Bereich, in dem wir am meisten Müll einsparen können. Das Schöne: Für DIY‑Puder brauchst du keine neuen Behälter. Fast alles, was du brauchst, hast du wahrscheinlich schon zu Hause.
🫙 Alte Glastiegel wiederverwenden
Leere Cremedosen, kleine Marmeladengläser oder Mini‑Honiggläser eignen sich perfekt für DIY‑Puder. Vorteile:
- langlebig
- leicht zu reinigen
- komplett plastikfrei
Einfach auskochen, trocknen lassen – fertig.
🧂 Upcycling: Salz- oder Gewürzstreuer
Ein genialer Zero‑Waste‑Hack: Alte Gewürzstreuer eignen sich hervorragend als Puderstreuer. Sie:
- dosieren perfekt
- sind ideal für unterwegs
- verhindern, dass zu viel Produkt herauskommt
Besonders praktisch für Körperpuder oder Trockenshampoo.
🪵 Holzdosen oder Bambusbehälter
Für alle, die es ästhetisch mögen: Bambus- oder Holzdosen sind nicht nur nachhaltig, sondern auch wunderschön. Sie:
- sind leicht
- wirken hochwertig
- passen perfekt in ein Zero‑Waste‑Bad
Viele lassen sich sogar nachfüllen oder mit Magneten kombinieren.
♻️ Metall-Dosen aus der Küche
Alte Teedosen, Bonbondosen oder kleine Keksdosen sind ideal für DIY‑Puder. Sie:
- sind robust
- schützen vor Licht
- lassen sich gut stapeln
Ein Klassiker im Zero‑Waste‑Kosmetikbereich.
🧴 Wiederbefüllbare Puderdosen
Falls du noch eine alte Puderdose aus der Drogerie hast: Nicht wegwerfen – wiederbefüllen! Sie:
- sind bereits perfekt für Puder gemacht
- haben oft ein Sieb oder Schwämmchen
- verlängern die Lebensdauer eines bestehenden Produkts
Einfach gründlich reinigen und neu befüllen.
👜 Mini‑Behälter für unterwegs
Für die Handtasche eignen sich:
- kleine Schraubgläser
- alte Lippenbalsam‑Dosen
- Mini‑Aludosen
So hast du deinen DIY‑Puder immer dabei – ohne neue Verpackung zu kaufen.
🌸 Zero‑Waste‑Etiketten
Damit du den Überblick behältst:
- Etiketten aus Altpapier
- wiederverwendbare Kreideetiketten
- kleine Stoffreste als Banderole
Schön, nachhaltig und praktisch.
⚠️ Häufige Fehler beim DIY‑Puder – und wie du sie vermeidest
DIY‑Puder ist einfach herzustellen, aber ein paar typische Stolperfallen gibt es trotzdem. Die gute Nachricht: Mit ein wenig Wissen lassen sie sich ganz leicht umgehen. Dieses Kapitel hilft deinen Leserinnen, von Anfang an ein schönes, feines und hautfreundliches Ergebnis zu bekommen.
1. Zu grobe oder klumpige Textur
Viele DIY‑Puder werden zu grob, wenn die Zutaten nicht fein genug gesiebt oder gemischt werden. Lösung: Alle trockenen Zutaten durch ein feines Sieb geben und anschließend gründlich vermischen. Das sorgt für ein seidiges Finish.
2. Falscher Farbton
Ein häufiger Fehler ist ein zu dunkler, zu gelber oder zu roter Ton. Lösung: Immer in Mini‑Mengen mischen und schrittweise anpassen. Lieber langsam herantasten als später korrigieren müssen.
3. Zu viel Kakaopulver, Zimt oder Kurkuma
Natürliche Farbgeber sind intensiv – und schnell wird der Puder fleckig oder zu warm. Lösung: Diese Zutaten nur in winzigen Mengen hinzufügen und zwischendurch testen.
4. Unverträglichkeiten nicht bedacht
Auch natürliche Zutaten können empfindliche Haut reizen. Lösung: Neue Zusätze immer erst an einer kleinen Stelle testen. Besonders bei Zimt, Kurkuma oder Tonerden.
5. Feuchtigkeit in der Mischung
Schon ein kleiner Tropfen Wasser kann den Puder verklumpen oder die Haltbarkeit verkürzen. Lösung: Nur mit absolut trockenen Utensilien arbeiten und den Puder luftdicht lagern.
6. Zu viel Produkt auf einmal herstellen
Große Mengen wirken verlockend, aber DIY‑Puder hält nicht ewig. Lösung: Lieber kleine Chargen mischen, die innerhalb weniger Monate aufgebraucht werden.
7. Ungeeignete Verpackung
Offene oder nicht dichte Behälter lassen Feuchtigkeit oder Staub hinein. Lösung: Gut verschließbare Gläser, Dosen oder Streuer verwenden – idealerweise wiederverwendet.
8. Zu viel Deckkraft erwartet
DIY‑Puder ist eher leicht und natürlich. Wer volle Deckkraft erwartet, wird oft enttäuscht. Lösung: Den Fokus auf Natürlichkeit legen – oder Pigmente wie Kaolin oder Zinkoxid sparsam ergänzen.
9. Nicht genug gemischt
Unterschiedliche Zutaten setzen sich ab, wenn sie nicht gründlich vermengt werden. Lösung: Länger mischen, als man denkt. Ein Schraubglas eignet sich gut: einfach schütteln.
💛 Fazit
Fehler gehören zum DIY‑Prozess dazu – aber mit ein paar einfachen Tricks gelingt dein Zero‑Waste‑Puder von Anfang an. Und das Beste: Jede neue Mischung wird ein bisschen besser, individueller und natürlicher.
🌿 Nachhaltige Tools zum Auftragen – Zero Waste Beauty von Kopf bis Fuß
Ein guter Puder lebt nicht nur von seinen Inhaltsstoffen, sondern auch davon, wie er aufgetragen wird. Viele herkömmliche Tools bestehen aus Plastik, synthetischen Fasern oder landen schnell im Müll. Die gute Nachricht: Es gibt wunderschöne, langlebige und nachhaltige Alternativen, die deine Zero‑Waste‑Routine perfekt ergänzen.
🖌️ Pinsel aus nachhaltigen Materialien
Ein hochwertiger Puderpinsel macht einen riesigen Unterschied. Achte auf:
- Holz- oder Bambusgriffe
- vegane, langlebige Borsten
- stabile Metallzwingen
Viele nachhaltige Marken bieten Pinsel an, die jahrelang halten und sich wunderbar reinigen lassen.
🪵 Bambus- oder Holzpinsel
Bambus ist ein schnell nachwachsender Rohstoff und ideal für Zero‑Waste‑Beauty. Vorteile:
- leicht
- robust
- plastikfrei
Sie fühlen sich angenehm in der Hand an und sehen wunderschön aus.
🧽 Wiederverwendbare Make‑up‑Schwämmchen
Es gibt plastikfreie Alternativen zu herkömmlichen Schwämmchen – z. B. aus Naturkautschuk oder waschbaren Stoffen. Sie:
- sind sanft zur Haut
- lassen sich auswaschen
- halten viel länger als Einwegprodukte
Perfekt für ein natürliches Finish.
🧴 Zero‑Waste‑Puderquasten
Puderquasten aus Baumwolle, Leinen oder Bambusfaser sind eine tolle Alternative zu synthetischen Varianten. Sie:
- sind weich
- waschbar
- ideal für unterwegs
Ein kleines Zero‑Waste‑Highlight im Badezimmer.
🧼 Nachhaltige Reinigung deiner Tools
Langlebigkeit beginnt bei der Pflege. Für die Reinigung eignen sich:
- feste Naturseifen
- sanfte DIY‑Reiniger
- warmes Wasser
Regelmäßiges Reinigen sorgt nicht nur für Hygiene, sondern verlängert die Lebensdauer deiner Tools enorm.
🪙 Upcycling: Tools, die du schon hast
Zero Waste bedeutet nicht, alles neu zu kaufen. Vielleicht hast du bereits:
- einen alten, aber guten Pinsel
- ein kleines Stofftuch, das als Quaste dient
- ein Mini‑Schwämmchen aus einem alten Set
Reinigen, wiederverwenden, weiterlieben.
💛 Fazit
Nachhaltige Tools machen deine DIY‑Puder‑Routine nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch schöner. Sie fühlen sich wertig an, halten lange und passen perfekt zu einem bewussten, minimalistischen Lebensstil. Kleine Entscheidungen – große Wirkung.



Wie ist dir dieses Rezept gelungen? Welche Kosmetika machst du noch selber? Schreibe mir deine Erfahrungen gerne in die Kommentare. Ich freue mich auf viel Inspiration von euch.
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Hallo Christine,
ich habe das Puder auch schon vor einiger Zeit selbst gemacht! Das einzige, was mich wirklich stört ist, dass man ganz vorsichtig mit dem Pinsel
ins Glas hineingehenn muss, und auch evtl. vorsichtig abstreift, da man sonst eine große Staubwolke hervorruft. 🙈
Das klingt toll – und vor allem einfach! Muss ich mal ausprobieren! 🙂
Ja es ist wirklich total einfach und super schnell hergestellt! Schreib mir gerne wie es für dich geklappt hat 🙂
Hallo Christine,
ich habe mir eine Salbe selbst gemacht, die wegen eines angenehmen Aromas besser ausgefallen ist, als ich dachte.
Das Aroma wirkt auch beim Einschlafen beruhigend und außerdem ist die Salbe wirksam gegen Zecken, die mein Hund reichlich aus dem Wald mitbringt.
Jetzt mach ich mir bereits eine neue Mischung. Alles andere habe ich in meinem Blog beschrieben, den ich unter meinem Pseudo PJP betreibe.
Bei Interesse:
https://4alle.wordpress.com/2019/06/16/beauty-salbe-mit-gaensebluemchen/
Schönen Tag noch!
Jürgen aus Loy (PJP)