Hast du schon mal vom Capsule Pantry – Konzept gehört? Ich hatte es bis vor kurzem auch nicht. Aber die Ähnlichkeit des Begriffes zur Capsule Wardrobe hat mich aufhören lassen und ich habe ein bisschen zu diesem Thema recherchiert.

Das Grundprinzip der Capsule Pantry

Grundsätzlich funktioniert die sogenannte Capsule Pantry oder auch Kapsel-Speisekammer so: Du hast einen Hauptmahlzeitenplan, der alle Rezepte enthält, die du mit bestimmten Anzahl an Zutaten und unterschiedlichsten Kombinationen der verschiedenen Zutaten zusammenstellen möchtest.

Daraus generierst du eine Hauptliste mit allen Zutaten die zu deinen Hauptmahlzeiten gehören. Mit dieser Master-Zutatenliste kannst du dann auch direkt Einkaufen gehen.

Die Hauptmahlzeiten rotieren dann über 3 Monate hinweg, damit du dich vielseitig ernährst und es dir nicht langweilig wird. Nur vier Mal im Jahr veränderst du deinen Essenplan und passt ihn an die jeweilige Saison an.

Capsule Pantry – Was es mit dem Kapsel-Speisekammer-Trend auf sich hat.

Der Sinn hinter der Capsule Pantry ist, dass du

  1. Weniger Zeit für deine Essensplanung brauchst.
  2. Keine Lebensmittel mehr verschwendest.
  3. Weniger Geld ausgibst, weil du genau weißt, was du einkaufen willst/musst.
  4. Weniger Essen gehst, weil dir das Kochen und die Vielfalt der Gerichte Spaß macht.
  5. Saisonales und Regionales Obst und Gemüse in deinen Essensplan einbauen kannst.
  6. Weniger Zeit fürs Einkaufen benötigst, weil du ganz genau weißt was du brauchst und gezielt deine Lebensmittel einkaufen kannst.
  7. Weil du durch die Kombination unterschiedlicher Lebensmittel weniger spezielle Zutaten und damit weniger Fahrten zu Einkaufsmöglichkeiten machen musst.
  8. In deiner Speisekammer alle Zutaten für deine Lieblingsgerichte hast.

Die Grundausstattung einer Capsule Pantry

Zur Grundausstattung einer Capsule Pantry gehören neben Obst-, Gemüse- und Getreidesorten auch Kartoffeln, Couscous, Reis und Vollkorn-Nudeln. Mit der Zugabe von unterschiedlichen Gewürzen oder selbsthergestellten Soßen variierst du deine Gerichte.

Außerdem gehört zu einer Capsule Pantry eine übersichtliche Speisekammer. Du kannst deine Lebensmittel in Boxen und/oder Gläsern aufbewahren, damit du immer den Überblick behalten kannst und dein Vorrat sortiert bleibt. Da du 3 Monate lang immer wieder dasselbe essen wirst, kannst du Großpackungen bzw. große Mengen einkaufen – du wirst sie aufbrauchen.

Darin hast du Grundzutaten wie Haferflocken, Mehl, Zucker, Hefe, Reis, Nudeln, Couscous usw. Außerdem weitere Getreidesorten, Bohnen, Linsen und andere Hülsenfrüchte. Ein Korb für Backzutaten

Zutaten mischen und kombinieren

Aus einer bestimmten Anzahl an Zutaten sollten deine geplanten Hauptmahlzeiten koch bar sein. Dabei variierst du immer die verschiedenen Zutaten und bekommst eine Vielzahl an Zutaten und Varianten.

Master-Essensplan aufstellen

Den Essensplan aufstellen, das ist sicher am Anfang die meiste Arbeit. Aber ich glaube es lohnt sich. Vor allem bei der Planung des ersten Essensplanes solltest du dir nicht zu viel Druck machen und ihn ggf. nach ein paar Test-Tagen doch noch ein bisschen anpassen.

Ich habe mir vorgenommen mir einen Essensplan zu machen und dieses Konzept auszuprobieren.

Meine 10 Hauptmahlzeiten (für den Sommer)

  1. Nudeln mit Gemüse und Tomatensoße
    1. Nudeln
    1. Tomaten (-soße)
    1. Paprika, Zucchini, Aubergine, Karotten, Mais
    1. Hefeflocken, Chilliflocken, Pfeffer, Salz
  2. Gekochte Kartoffeln mit Ratatouille-Gemüse
    1. Kartoffeln
    1. Tomaten (-soße)
    1. Paprika, Zucchini, Aubergine, Karotten, Mais
  3. Quinoa mit Gemüse (Onepot)
    1. Quinoa
    1. Paprika, Zucchini, Aubergine, Karotten, Mais
    1. Tomaten (-soße)
  4. Kartoffelgratin
    1. Kartoffeln
    1. Hefeflocken, Chilliflocken, Pfeffer, Salz
    1. Hafermilch/-sahne
    1. Chashew-Käse
  5. Bratkartoffeln mit Salat
    1. Kartoffeln
    1. Salat
  6. Bunter Salat mit gegrilltem Tofu
    1. Salat
    1. Paprika, Tomaten, Mais, Karotten
    1. Tofu
  7. Quinoasalat – Lieblingsrezept
    1. Quinoa
    1. Paprika, Tomaten, Mais, Karotten
    1. Minzblätter
    1. Tofu
    1. Essig & Öl
  8. Nudelauflauf mit Gemüse
    1. Paprika, Zucchini, Aubergine, Karotten, Mais, Tomaten
    1. Tomatensoße
    1. Nudeln
    1. Hefeflocken oder Cashew-käse
  9. Quinoa mit angebratenem Gemüse
    1. Quinoa
    1. Paprika, Zucchini, Aubergine, Zwiebeln
    1. Salz, Pfeffer, Öl
  10. Nudeln a la Carbonara – Lieblingsrezept
    1. Nudeln
    1. Tofu
    1. Zwiebeln
    1. Hafermilch/-sahne
    1. Hefeflocken
    1. Cashewkäse
  11. Zoodles mit Tomatensoße – Lieblingsrezept
    1. Zucchini
    1. Tomatensoße
    1. Zwiebeln
    1. Salz, Pfeffer, Chilli

Alle Gerichte kann ich wenn ich möchte mit unterschiedlichen Gewürzen, Soßen oder unterschiedlichem Gemüse variieren.

Capsule Pantry – Was es mit dem Kapsel-Speisekammer-Trend auf sich hat.

Meine Einkaufsliste sieht demnach so aus:

  1. Quinoa
  2. Minzblätter
  3. Tofu
  4. Salat
  5. Kartoffeln
  6. Nudeln
  7. Quinoa
  8. Cashewkerne
  9. Hefeflocken
  10. Gewürze
  11. Salz
  12. Pfeffer
  13. Haferflocken für selbstgemachte Hafermilch
  14. Paprika
  15. Zucchini
  16. Aubergine
  17. Karotten
  18. Mais
  19. Tomaten
  20. Zwiebeln
  21. Tomaten (-soße)
  22. Essig&Öl

3-Monatige Essenplan-Wechsel

Alle drei Monate passt du deinen Speiseplan an, indem du

  • Neue Lieblingsrezepte einbindest
  • Grundzutaten austauschst (Reis, Kartoffeln, Couscous, Bulgur, Quinoa, Gries, Nudeln, Gemüsesorten, Salatsorten … )
  • Saisonal erhältliche Lebensmittel hinzufügst

Was ich von der Capsule Pantry halte?

Ich finde die Idee, dass man gezielt einkauft und saisonales Obst und Gemüse einbindet total gut. Es gefällt mir auch, dass man dabei auf einfache Grundzutaten setzt und keinen Schnickschnack einkaufen muss. Irgendwie habe ich das Gefühl, diese Bewegung basiert auch auf einer Reise in die Vergangenheit, in der man noch nicht Unmengen an exotischen und unnötigen Lebensmitteln zur Auswahl hatte. Damals gab es die Lebensmittel die gerade der Garten hergab, genauso wie Grundzutaten wie Reis, Nudeln und Kartoffeln und daraus hat man dann viele variierbare Köstlichkeiten zubereitet.

Dass man mit einem Plan in der Hand einkauft und kocht gefällt mir auch gut, vor allem, weil ich glaube, dass ich dadurch Zeit, Geld und Nerven sparen kann. Und natürlich, dass man damit auch weniger Lebensmittel verschwendet.

Hast du von der Capsule Pantry bereits gehört? Oder sogar schon ausprobiert? Lass mir deine Meinung zum Konzept da!


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