Avocados zerstören unsere Erde! Immer wieder lese ich Berichte darüber, Klimabilanzen und Vergleiche von berechneten CO2-Ausstößen. Woher kommen die Zahlen? Wie groß sind sie wirklich? Und was genau wird verglichen? Ich habe das Internet durchforstet und Klimabilanzrechner gefunden und einzelne Lebensmittel berechnet. 11 Lebensmittel die unsere Erde zerstören – Wie schlimm ist ihre Klimabilanz wirklich?

Diese Fragen versuche ich in diesem Beitrag zu beantworten.

Wie und wo kann ich eine Klimabilanz berechnen?

Dieser Frage bin ich nachgegangen und bin relativ schnell auf ein Tool gestoßen, dass die Klimaauswirkungen für einzelne Lebensmittel berechnet.

Das Tool mit dem den CO2-Ausstoß einzelner Lebensmittel Vergleichen kannst: Der Klimatarier

Der Klimatarier funktioniert so, dass du verschiedene Lebensmittel auf einen Teller legen kannst und dir dann die CO2 – Emissionen für dein Gericht berechnet wird.

Dafür legst du verschiedene Lebensmittel auf einen Teller und tauschst die Zutaten hin und her bis du ein „klimafreundliches“ Gericht zusammengestellt hast. Deine Ergebnisse kannst du auch für später speichern.

Aber es eignet sich natürlich auch für den Vergleich von unterschiedlichen Lebensmitteln.

Eine Bemerkung am Rande: Der Klimatarier wurde von Unilever in Auftrag gegeben. Unabhängig ist die Berechnung also nicht wirklich. Dennoch finde ich, gibt sie einen ersten Einblick und man grobe Vergleiche ziehen.

Mein Vergleich: 11 Lebensmittel die unsere Welt zerstören

Rein aus meinem persönlichen Empfinden und meiner Logik heraus habe ich 11 Lebensmittel zusammengestellt, die eine hohe Wahrscheinlichkeit haben und sehr wahrscheinlich für relativ viel CO2-Ausstoß verantwortlich sind.

Leider enthält der Klimatarier nur eine Auswahl dieser Lebensmitteln. Daher konnte ich nicht alle Lebensmittel mit Zahlen daraus belegen. Andere Quellen dazu habe ich dennoch gefunden und stelle euch nun die 11 Lebensmittel vor die unsere Erde zerstören.

Fleisch & Milchprodukte

Du weißt bereits Bescheid. Für die Produktion von Milch, Milchprodukten und Fleisch werden Ressourcen und Rohstoffe wie Weideflächen, Futtermittel usw. benötigt.

In vielen Ländern, wie beispielsweise auch in Brasilien, werden riesige Waldflächen gerodet um daraus Weideflächen zu gewinnen oder Futter anzubauen.

In Europa sind die Milchpreise so im Keller, dass die Bauern hierzulande auf billige Futtermittel aus dem Ausland (z.B. aus Brasilien) zurückgreifen müssen, um ansatzweise wirtschaftlich arbeiten zu können.

Durch die Nutzung von Flächen für Weideviehhaltung und Futtermittel entstehen Monokulturen (überall auf der Welt). Diese führen zu Bodenverdichtungen, Erosionen und einer Verschlechterung der Bodenqualität.

Die Massentierhaltung von Nutztieren produziert unglaublich große Mengen an Dünger und damit auch an Methan. Methan ist eines der Treibhausgase und verantwortlich dafür, dass sich die Erde erwärmt. Der Dünger wird auf die Felder in Europa ausgebracht und Überbeansprucht hier die Böden.

Alles in allem ein Kreislauf der einen hoher Ressourcenverbrauch ausweist, nur für ein bisschen billiges Fleisch. Auch für die Herstellung von Butter und Käse werden viele Ressourcen wie Weideflächen verbraucht und es gelangen Treibhausgase in die Atmosphäre.

Klimatarier: 100g Milch: 0,14 kg CO2-Emissionen, das entspricht 1 km Autofahrt.

Klimatarier: 100g Schweinefleisch: 0,42 kg CO2-Emissionen, das entspricht 3 km Autofahrt.

Kaffee in Plastik

In Deutschland wird viel Kaffee konsumiert. Wahrscheinlich trinkst auch du regelmäßig das schwarze Gold. Ich bin inzwischen auf Filterkaffee umgestiegen. Dadurch spare ich jede Menge Müll.

Kaffee aus Plastikkapseln produziert pro Tasse nicht nur Müll sondern auch einen unnötige Ressourcenverschwendung. Das kostet wahrscheinlich einiges an CO2-Emissionen. Einen genauen Wert konnte ich leider nicht herausfinden.

Plastik-Gemüse

Gemüse, dass in Plastik verpackt ist, kommt bei mir nicht mehr in den Einkaufswagen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen warum Salat, Äpfel und Trauben in Plastik eingeschweißt ist. Die Verpackungen sind nicht nur unnötig, sondern verschwenden auch eine Menge Ressourcen und verbrauchen allein daher schon jede Menge CO2. Wie wäre es damit: Einfach unverpacktes Gemüse auf dem Markt einkaufen.

Noch eine kleine Anmerkung dazu: Ich glaube ja, das Obst und Gemüse nicht umsonst eine robuste Schale haben. Die eigene Schale schützt die Früchte vor Schrammen und Macken. Da brauchen wir doch nicht wirklich noch eine Plastikverpackung herumpacken.

Fische aus Aquakulturen

Der weltweite Fischkonsum wird zu 50 % mit Fischen aus Aquakulturen gedeckt. Die Fische in den Fischzuchten werden mit Fischmehl, dass wiederum aus Wildfischen hergestellt wird, gefüttert. Die Fische in den Aquakulturen schwimmen zwischen Antibiotika und Fischkot und haben kaum Platz zum Leben in den Überfüllten Becken. Fischkot und Antibiotika landet in hohen Dosen auch im Meer. Durch den Bau der Anlagen für die Aquakultur-Zucht gehen zudem Lebensräume. Und vom Tierleid selbst habe ich noch gar nicht gesprochen.

Was du machen kannst? Kaufe keinen Fisch mehr oder wenn doch, achte auf Siegel und genieße den Fisch bewusst als Luxusgut.

Klimatarier: 100g Forelle: 0,63 kg CO2-Emissionen, das entspricht 4 km Autofahrt.

Palmöl in Fertigprodukten

Palmöl ist grundsätzlich nicht schlecht, es hat auch einige sehr gute Eigenschaft. Inzwischen steckt in jedem zweiten Produkt im Supermarkt Palmöl. Aufgrund der enormen Mengen die dafür an Palmöl benötigt werden, werden in Ländern wie Malaysia und Indonesien Regenwälder gerodet um Monokulturen für den Palmölanbau aufzubauen.

Fertigprodukte

Nicht nur die Inhaltstoffe von Fertiggerichten sind oft ungesund, voller Geschmacksverstärker, übersalzen und überfettet. Oft sind die Gerichte unglaublich unnötig verpackt. Allein deshalb lohnt sich der Verzicht auf die Mahlzeiten in der Verpackung.

11 Lebensmittel die unsere Erde zerstören – Wie schlimm ist ihre Klimabilanz wirklich?

Avocados, Bananen, Äpfel und Kiwis aus Übersee

Die Transportwege von Früchten die in den Tropen angebaut werden gehen oft um die halbe Welt bis sie bei uns in den Supermärkten liegen.

Der Anbau von Avocados ist sehr Wasserintensiv. Die Regionen in denen Avocados angebaut werden, wie beispielsweise in Chile, sind von Dürren bedroht. Die unreifen Avocados werden nach der Ernte in Kühlcontainern per Schiff nach Europa gebracht. Ungekühlt wären die Früchte bei der Ankunft in Europa nicht mehr genießbar. Besser wären Bio-Avocados aus Spanien, die Transportwege wären so viel kürzer.

Für Bananen, Pink Lady-Äpfel aus Neuseeland und Kiwis gilt das selbe. Auch ihre Transportwege sind unnötig und verursachen enorme Mengen an CO2- Emissionen. Ich bin daher für regionale und saisonale Früchte. Die eine oder andere Tropenfrucht sollte ein Genuss und keine Gewohnheit sein.

Klimatarier: 100g Avocado: 0,05 kg CO2-Emissionen, das entspricht 0 km Autofahrt.

Klimatarier: 100g Bananen: 0,06 kg CO2-Emissionen, das entspricht 0 km Autofahrt.

Äpfel gibt es doch auch bei uns. Der Klassiker Pink Lady wird nur in Spanien, Italien und Frankreich angepflanzt.

Klimatarier: 100g Kiwis: 0,07 kg CO2-Emissionen, das entspricht 0 km Autofahrt.

Wusstest du dass diese 11 Lebensmittel die unsere Erde zerstören – Wie schlimm ist ihre Klimabilanz wirklich? Ich muss ehrlich sagen, dass auch ich in den letzten Wochen immer wieder zu Bananen gegriffen habe. Das werde ich dann jetzt auch sein lassen.

Wie geht es dir damit, wenn du solche Zahlen/Fakten liest?

Du willst mehr darüber erfahren? Hier sind Meine Quellen:

Allgemein: https://www.peta.de/umwelt
https://bauerntuete.de/klimaschutz-die-umweltschaedlichsten-lebensmittel/

https://www.klimatarier.com/de/Blog/show/0-51.Die_klimaschaedlichsten_Lebensmittel_Klimacheck.html

Kaffee in Kapseln: https://www.br.de/radio/bayern1/inhalt/experten-tipps/umweltkommissar/kaffee-kapseln-pads-umwelt-100.html

Avocados: https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/umweltkiller-superfood-100.html
https://utopia.de/ratgeber/avocado/

Nutztierhaltung: https://www.simply-live-consciously.com/deutsch/ern%C3%A4hrung-umwelt/51-der-treibhausgase/

Fleisch: https://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/fleischeslust-was-das-stuck-lebenskraft-tatsachlich-kostet

Pflanzenmilch: https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/oekobilanz-pflanzenmilch

https://www.pictosee.com/p/2059090989033430821_13575300793

Aquakultur: https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/fischerei/nachhaltige-fischerei/aquakulturen/

https://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/vernuenftig-einkaufen/einkaufsratgeber-fisch/


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