Fair Fashion klingt toll und viele Labels haben unglaublich schöne Teile, schicke Materialien und ausgefallene Schnitte. Mit diesem Artikel möchte ich aber nochmal von vorne beginnen und alle mitnehmen, die noch ganz am Anfang stehen. Ich möchte dir die Fair Fashion Basics beibringen – nicht nur Wissen sondern auch Siegel, Labels, usw.

Ich habe bereits einen ausführlichen Einsteiger-Guide für alle Fair Fashion Einsteiger geschrieben. Darin geht es vor allem darum, wie du sinnvoll anfangen kannst Fair Fashion zu kaufen. In 5 Schritten nehme ich dich mit und helfe dir dein erstes Fair Fashion Kleidungsstück zu kaufen.

Aber ich möchte auch, dass du weißt warum du Fair Fashion kaufst – ich möchte, dass du überzeugt bist von deinem Fair Fashion Kauf. Deswegen möchte ich dir hier nochmal ein bisschen Basis-Wissen mit auf den Weg geben und dir ein paar Labels vorstellen, bei denen ich zu Beginn Fair Fashion eingekauft habe und wo ich auch heute noch sehr sehr gerne Fair Fashion Basics kaufe.

Fair Fashion Basics

Fangen wir mit dem Fair Fashion-Wissen an.

Fair Fashion Basics: Filme & Dokus

Ganz am Anfang würde ich dir raten, dass du dir ein paar Dokus und Filme anschaut, um leicht in das Thema “reinzukommen”. Ich bin auch mit Filmen in das Thema Fair Fashion gestartet und sie haben mir sehr geholfen die Problematiken und allgemein den Sachverhalt zu verstehen.

  • The True Cost Movie (zu sehen auf Nextflix oder hier)
  • ZDF Doku “Gift auf unserer Haut” (hier zu sehen)
  • Blogger Reality Show “Sweatshop Deadly Fashion” (hier zu sehen)
  • Youtube-Channel Rethinknation (hier zu sehen)

Es gibt noch weit mehr Filme/Dokus/… , die sich mit dem Thema auseinander setzen. Aber ich glaub wenn du dich in die verlinkten Videos mal reingeschaut hast, hast du bereits einen ersten Überblick über das Thema.

Fair Fashion Basics

Fair Fashion Basics: Informationen

Neben den vielen Filmen, Dokus und Youtube-Videos, gibt es auch viele Seiten im Internet, auf denen du dich zu dem Thema informieren kannst. Ich selbst schlage und frage immer wieder sehr viel nach und greife dabei oft auf die folgenden Seiten zurück:

Fair Fashion Basics: Siegel und Zertifikate

Sich in dem Dschungel voller Fair Fashion Zertifizierungen und Öko Siegel aus zu kennen, ist gerade am Anfang nicht besonders leicht. Grundsätzlich sollten wir Siegeln und Zertifikaten immer kritisch gegenüberstehen. Nur weil eine Firma sich ein Zertifikat leisten kann (Produkte mit Zertifikaten auszuzeichnen – das kostet immer etwas), heißt es noch lange nicht, dass diese Firma komplett unbedenklich ist. Das Gegenteil ist auch möglich: Es gibt viele kleine Labels, die sich oft keine Zertifizierung leisten können. Das heißt aber nicht, dass sie schlechter sind. Leider gibt es bisher auch noch kein Zertifikat, dass die gesamte Wertschöpfungskette von Rohstoffanbau bis hin zur Plastiktüte, in der das fertige Produkt verkauft wird, abdeckt. Eine kleine Übersicht zu den bestehenden Zertifikaten/Siegeln findest du hier in diesem Blogpost.

Fair Fashion Basics

Fair Fashion Basics: Greenwashing

Ein Thema auf das man als “faire” Konsumentin früher oder später stolpert ist Greenwashing.

Greenwashing ist laut Wikipedia eine Bezeichnung für Methoden, die darauf zielen, dass ein Unternehmen öffentlichkeitswirksam ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image verliehen wird – ohne dass es dafür ausreichend Beweise/ Grundlagen gibt.

Einfacher ausgedrückt betreiben Firmen von denen man weiß, dass sie nicht verantwortungsvoll handeln, die aber dann mit den Worten „Nachhaltige Mode“ oder ähnlichem Werben, greenwashing.

Mehr zu dem Thema wird es bald auch noch hier auf dem Blog geben.

Fair Fashion Basics

Damit du jetzt aber wirklich anfangen kannst und

Basics fortan nur noch fair kaufen. Wie wär’s? Babyschritte! Denn gerade Basics kann man problemlos vielerorts fair und ökologisch produziert finden.

1. Online Stores

Es gibt inzwischen viele Labels, die sich auf nachhaltige Basics spezialisiert haben. Hier habe ich dir eine riesen Liste vieler dieser Labels zusammengestellt. Preislich fängt ein Fair Fashion Shirt bei ca. 13€ an, so groß ist der Unterschied zu einem Fast Fashion Teil also nicht. Im folgenden liste ich dir mal ein paar der wichtigsten Quellen für Fair Fashion Basics auf:

  • Grundstoff (Online Store für nachhaltige Basics, die Auswahl ist riesig und die Teile sind relativ günstig)
  • Hessnatur (große Auswahl an nachhaltigen Basics und Unterwäsche)
  • glore (große Auswahl an nachhaltigen Basics)
  • Avocadostore (nachhaltiger Multibrand-Store mit vielen Labels für Damen und Herren)
Fair Fashion Basics

2. Labels mit Fair Fashion Basic-Obteilen

  • Funktionsschnitt (Basics für Damen und Herren aus verschiedenen Naturfasern)
  • Bon (ausschließlich Bio-Baumwolle, ethisch in Australien produziert)
  • Stella & Stanley (ökologisch und sozial)
  • Amour Vert  (schöne Basics wie das “kleine Schwarze”, viele Teile, die man gut kombinieren kann)

3. Labels mit fairer Unterwäsche

  • Living Crafts (ökologisch und fair)
  • Boody (Unterwäsche aus Bambus für Damen und Herren)
  • Aikyou (Label für kleine Oberweiten)
  • Vatter (wunderschöne Unterwäsche aus Bio-Baumwollen für Damen und Herren)
  • mey (schlichte Unterwäsche aus Deutschland)
  • Nudie Jeans (Unterwäsche für Männer)
  • Woron (Soft Bras, Bodies, etc.)
  • Recolution (vor allem schöne Männerunterhosen)
  • Comazo (simple Unterwäsche, designtechnisch nicht das höchste der Gefühle)
  • Anekdot (wunderschöne Lingerie für Frauen)
  • Essentials for Zula (fair hergestellt, jedoch nicht zertifiziert oder öko)
  • Underprotection (super schöne, stylische Unterwäsche)

4. Faire Socken-Labels

Ich wünsche dir viel Spaß bei deinem Start in ein Fair Fashion Leben. Mach dir aber keinen Druck, sondern gehe Schritt für Schritt in dein nachhaltigeres Leben. Lass dich dabei nicht entmutigen oder vom Weg abbringen. Bei Fragen und Unsicherheiten kannst du dich gerne jederzeit an mich wenden!