Krauses Haar, eine dicke Mähne und einfach nur unbändiges Chaos auf dem Kopf. Das war meine Frisur in den letzten Jahren. Dank den Tipps einer Friseurin und meinem Zero Waste DIY: Leinsamengel für Locken selber machen schaffe ich es endlich mein störrisches Haar in definierte Locken zu bändigen.

Wie ich das mache zeige ich euch hier.

Warum ich Leinsamengel verwende?

Zugegeben. Ich war zu Beginn skeptisch. Aber natürlich viel zu neugierig und musste das DIY Stylingprodukt einfach ausprobieren. Ich denke man kann Leinsamengel mit Leave-In Conditioner vergleichen.

Das Gel gibt meinen krausen Naturlocken Glanz, Halt und Struktur, macht die Haare geschmeidig und lässt die Locken gleichzeitig sehr natürlich aussehen. Es gibt meinem Haar zudem eine Art Schutzfilm und hilft gegen frizz.

Dank dem DIY kann ich (und ihr auch, wenn ihr es ausprobiert) auf Schaumfestiger verzichten. Und damit Ressourcen, Geld und Müll einsparen.

Probiert das Rezept doch auch einfach mal aus!

Zutaten für das Zero Waste DIY: Leinsamengel für Locken selber machen

  • 5 EL ganze Leinsamen*
  • 2-3 Tropfen Öl (z.B. Arganöl, Olivenöl oder Jojobaöl) – ich nutze Arganöl aus dem Biomarkt
  • 1 TL Vitamin E (für längere Haltbarkeit)
  • 5 Tropfen Teebaumöl*
  • 5 Tropfen ätherische Öle (für den angenehmen Duft)
  • 700 ml destilliertes Wasser (aus der Drogerie)

Zubereitung des Leinsamengel

  1. Leinsamen im Wasser unter rühren aufkochen lassen bis sich Schaum entwickelt
  2. Sobald die Masse hochkocht gut weiterrühren – so lange bis sich Schleim entwickelt, der in dicken Tropfen am Löffel hängen bleibt.
    Falls die Schleimbildung länger als 3-5 Minuten dauern sollte, lasst ihr die Leinsamen noch ein paar Minuten länger köcheln. Wenn der Schleim zu fest sein sollte gebt ihr am besten noch etwas Wasser hinzu und verrührt dieses gut.
  3. Anschließend könnt ihr die Mischung durch einen feinen Sieb (die Leinsamen dürfen nicht durchrutschen) oder eine Nylonsocke absieben.
  4. Gebt zu dem abgesiebten Leinsamengel die anderen Zutaten hinzu und verrührt die schleimige Masse gut.
  5. Füllt sie in kleine Mengen ab (z.B. in kleine Gläser oder Eiswürfelformen) und friert ggf. einen Teil davon ein. Das Leinsamengel ist nur ein paar Tage haltbar. Die mit diesem Rezept hergestellte Menge müsste euch ein paar Wochen reichen. Daher könnt ihr einen Teil im Kühlschrank aufbewahren und den Rest einfrieren und nach und nach/bei Bedarf auftauen.
  6. Die abgesiebten Leinsamen könnt ihr einfrieren und noch bis zu zwei weitere Male erneut aufkochen.

Anwendung des Zero Waste DIY: Leinsamengel für Locken selber machen

Nachdem ich meine Haare gewaschen und mit einem Handtuch vorsichtig trocken geknetet habe, knete ich etwa 2-3 Walnussgrobe Gelkleckse in mein Haar. Anschließend lasse ich die Locken entweder lufttrocknen oder föhne sie mit einem Föhn mit Lockenaufsatz trocken.

Egal wie ihr eure Locken trocknet: Versucht eure Finger aus dem Haar zu lassen, damit die Locken ihre Struktur behalten.

Es kann sein, dass eure Locken beim Trocknen „knusprig“ werden. Den „Knusper“ könnt ihr, sobald die Locken trocken sind, vorsichtig herauskneten.

Jetzt wisst ihr bescheid. Das sind meine Geheimnisse wie ich meine krausen Haar in definierte Locken bändige. Ganz ohne Plastikmüll und Chemie.

Habt ihr das Leinsamengel bereits ausprobiert? Dann schreibt mir eure Erfahrungen in die Kommentare.


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