Trockene Haut und rissige Hände. Gerade im Winter wird unsere Haut stark beansprucht. Wind und Wetterbalsam selber machen
In der kalten Jahreszeit neigt unsere Haut zu trockenen Stellen, Rötungen und scherzvollen Entzündungen. Für uns alle ist dann wichtig unsere Haut
Hochwertige Wind und Wetter Salben findet ihr natürlich auch in der Drogerie – auch in Naturkosmetik- Qualität.
Selber machen geht auch! Mit wenigen Zutaten und einfachen Handgriffen stellt ihr den schützenden Balsam im Nu selbst her.
Ich zeig euch wie!

Ein selbstgemachter Wind- und Wetterbalsam ist wie eine kleine Umarmung für die Haut. Gerade an kalten, windigen Tagen brauchen Lippen, Wangen und Hände etwas mehr Schutz – und genau das kannst du mit ein paar einfachen Zutaten selbst herstellen. Ohne künstliche Zusätze, ohne Mikroplastik, ohne unnötige Verpackung. Nur gute, natürliche Pflege, die du jederzeit anpassen kannst.
Warum ein selbstgemachter Balsam so viel besser ist
Ein DIY-Balsam hat gleich mehrere Vorteile:
- Du weißt genau, was drin ist.
- Du kannst ihn an die Bedürfnisse deiner Familie anpassen.
- Er ist frei von Duftstoffen, die empfindliche Haut reizen.
- Du sparst Geld und Verpackungsmüll.
- Er ist in 10 Minuten fertig – wirklich!
Gerade für Kinderhaut ist ein natürlicher Balsam ideal, weil er schützt, ohne die Haut zu überfordern.


Wind und Wetterbalsam selber machen
Wenn die DIY Handcreme nicht mehr weiter hilft – dann kommt bei mir dieser Balsam zum Einsatz.
Für eure eigene Salbe braucht ihr nur folgende Zutaten und Utensilien.
Die Zutaten für das vegane Rezept
Die Mengen ergeben ca. 60-70 ml Balsam.
- 20 g Ringelblumenöl (Alternative: natives (!) Sonnenblumenöl)
- 6 g Sheabutter
- 2 g Candelillawachs (Alternative: 4 g Bienenwachs)
- 2 g OliveM1000 (Alternative: 4 g Lanolin)
- ein paar Tropfen Vitamin E (optional)
Materialien:
- Topf und Hitzebständiges Gefäß (z.B. Vorratsglas) für das Wasserbad
- keimfreie/saubere Tiegel zum Abfüllen
- Feine Waage
Hinweis: Durch das Candelillawachs/Bienenwachs wird der Balsam fester. Wenn ihr den Balsam flüssiger wollt, gebt etwas weniger dazu.
So stellt ihr den veganen Wind und Wetterbalsam her
- Wiegt alle Zutaten Grammgenau ab.
- Gebt die Sheabutter und das Candelillawachs mit OliveM1000 in das Wasserbad und lasst es bei mittlerer Hitze schmelzen.
- Sobald die drei Zutaten geschmolzen sind gebt ihr das Ringelblumenöl hinzu.
- Verrührt die Zutaten gut, damit alles miteinander vermischt ist.
- Gießt die flüssige Mischung in den bereitgestellten Tiegel und rührt nun noch ein paar Tropfen Vitamin E unter.
- Lasst den Balsam im offenen Tiegel erkalten. Schraubt den Deckel erst auf den Tiegel, wenn euer Wind und Wetterbalsam erkaltet ist.
- Beschriftet eurer Tiegel – mit Datum.
Fertig!
Wind und Wetterbalsam selber machen – das war doch gar nicht schwer!

Wie du den Balsam richtig anwendest
Der Balsam ist super ergiebig. Eine kleine Menge reicht völlig aus. Du kannst ihn nutzen für:
- trockene Wangen
- rissige Lippen
- raue Hände
- kleine Hautstellen, die Schutz brauchen
Gerade vor Spaziergängen im Winter ist er Gold wert.

Perfekt auch für Kinderhaut
Kinderhaut ist dünner und verliert schneller Feuchtigkeit. Ein natürlicher Balsam schützt, ohne die Poren zu verstopfen. Besonders gut geeignet sind:
- Sheabutter
- Mandelöl
- Ringelblumenöl
Auf ätherische Öle kannst du bei Babys und Kleinkindern einfach verzichten – der Balsam wirkt auch so wunderbar.

Nachhaltigkeit im Blick
Ein selbstgemachter Wind- und Wetterbalsam ist nicht nur gut für die Haut, sondern auch für die Umwelt:
- Du vermeidest Plastikverpackungen.
- Du nutzt langlebige, natürliche Rohstoffe.
- Du kannst alte Cremedosen wiederverwenden.
- Du produzierst nur so viel, wie du wirklich brauchst.
Es ist ein kleines DIY, das sich richtig gut anfühlt – für dich und für die Natur.




Aufbewahrung, Haltbarkeit und Anwendung
Der Balsam schützt eure Haut vor Wind und Wetter. Eisiger Regen, kalten Wind und stürmische Wintertage können eurer Haut nichts mehr anhaben.
Tragt den Balsam auf Gesicht und Hände auf bevor ihr nach draußen geht – insbesondere auf trockene Stellen. Und habt ihn bei langen Winterausflügen dabei.
Wenn ihr sauber arbeitet, hält sicher der Balsam mehrere Monate im Kühlschrank.
Aber Achtung: Vitamin E dient hier als natürlicher „Haltbarkeits-Macher“ und zögert „ranzigwerden“ hinaus. Viel Kontakt mit Keimen, Luft, Haut usw. verringert jedoch die Haltbarkeit des Balsams.

3 Rezept-Varianten für besondere Ansprüche
🧈 1. Extra reichhaltiger Wind- und Wetterbalsam
Perfekt für sehr trockene Haut, Winterspaziergänge und alle, die einen richtig schützenden Balsam möchten.
Zutaten
- 20 g Sheabutter
- 10 g Kakaobutter
- 10 g Bienenwachs
- 20 ml Mandelöl oder Aprikosenkernöl
- 2–3 Tropfen Vitamin E (optional)
So geht’s
- Alles außer Vitamin E im Wasserbad schmelzen.
- Kurz abkühlen lassen.
- Vitamin E einrühren.
- In Döschen füllen und fest werden lassen.
Wirkung
Dieser Balsam ist besonders schützend, reichhaltig und ideal für rissige Hände, trockene Lippen und rote Winterwangen.
🌱 2. Veganer Wind- und Wetterbalsam (ohne Bienenwachs)
Für alle, die tierfreie Produkte bevorzugen oder eine besonders weiche Textur mögen.
Zutaten
- 15 g Sheabutter
- 10 g Kokosöl oder Jojobaöl
- 5 g Candelillawachs oder Carnaubawachs
- 1–2 Tropfen Lavendelöl (optional, nicht für Babys)
So geht’s
- Sheabutter, Öl und Wachs im Wasserbad schmelzen.
- Vom Herd nehmen, optional Lavendelöl einrühren.
- In ein kleines Glas füllen und abkühlen lassen.
Wirkung
Der Balsam wird etwas fester als die Bienenwachs‑Variante, schmilzt aber sofort auf der Haut. Jojobaöl macht ihn besonders hautfreundlich.
🌼 3. Ringelblumen‑Balsam für empfindliche Kinderhaut
Die sanfteste Variante – perfekt für Babys, Kleinkinder und alle mit sensibler Haut.
Zutaten
- 20 g Sheabutter
- 10 g Bienenwachs
- 20 ml Ringelblumenöl (selbst angesetzt oder gekauft)
- 1–2 Tropfen Vitamin E (optional)
So geht’s
- Sheabutter, Bienenwachs und Ringelblumenöl im Wasserbad schmelzen.
- Kurz abkühlen lassen.
- Vitamin E einrühren.
- In kleine Dosen füllen und fest werden lassen.
Wirkung
Ringelblume beruhigt gereizte Haut, wirkt entzündungshemmend und ist ideal für rote Wangen, kleine Kratzer oder trockene Stellen.

🌿 Naturkosmetik selber machen – noch mehr Ideen & Rezepte
Sanfte Lippenpflege aus drei Zutaten
Selbstgemachter Lippenbalsam ist eines der einfachsten Naturkosmetik‑Projekte überhaupt. Du brauchst nur ein Pflanzenöl, etwas Wachs und eine Butter – und schon hast du eine pflegende Lippencreme ohne künstliche Zusätze. Besonders schön: Du kannst den Duft selbst bestimmen oder komplett darauf verzichten, wenn Kinder mitbenutzen.
DIY‑Honig‑Zucker‑Peeling für weiche Haut
Ein Peeling aus Zucker und Honig ist ein echter Klassiker. Es entfernt trockene Hautschüppchen, macht die Haut weich und riecht himmlisch. Das Beste: Du mischst es frisch an, brauchst keine Konservierungsstoffe und kannst es für Hände, Lippen oder Körper verwenden.
Ringelblumensalbe – die Allround‑Hilfe für die ganze Familie
Ringelblume ist ein kleines Wundermittel der Natur. Eine selbstgemachte Salbe beruhigt gereizte Haut, hilft bei kleinen Kratzern, trockenen Stellen oder roten Kinderwangen. Sie ist ideal für Familien, weil sie mild, natürlich und unglaublich vielseitig ist.
🌿 Natürliches Deo ohne Aluminium
Ein Deo aus Natron, Stärke und Kokosöl ist schnell gemacht und erstaunlich wirksam. Es neutralisiert Gerüche, pflegt die Haut und kommt komplett ohne Aluminium oder synthetische Duftstoffe aus. Für empfindliche Haut kannst du die Natronmenge reduzieren oder auf eine Variante mit Tonerde ausweichen.
🧴 Körperbutter für trockene Winterhaut
Eine selbstgemachte Körperbutter aus Sheabutter, Kakaobutter und einem leichten Öl ist perfekt für kalte Tage. Sie schmilzt auf der Haut, duftet dezent und pflegt intensiv – ganz ohne Silikone oder Mineralöle. Du kannst sie pur lassen oder mit einem Tropfen ätherischem Öl verfeinern.
DIY‑Gesichtsöl für strahlende Haut
Ein Gesichtsöl ist viel einfacher herzustellen, als viele denken. Du brauchst nur ein Basisöl wie Jojoba‑, Mandel‑ oder Aprikosenkernöl und kannst es mit ein paar Tropfen Hagebuttenkernöl oder Vitamin E aufwerten. Es zieht schnell ein, pflegt intensiv und ist perfekt für trockene oder empfindliche Haut.
Feste Seife oder Duschbars selber machen
Feste Duschbars sind nicht nur nachhaltig, sondern auch super ergiebig. Du kannst sie mit Sheabutter, Kokosöl und milden Tensiden herstellen – oder du nutzt die einfache Melt‑and‑Pour‑Methode, bei der du fertige Rohseife einschmilzt und veredelst. So sparst du Plastik und hast volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe.
🌾 Haarkur aus Küche und Garten
Eine Haarkur muss nicht teuer sein. Avocado, Honig, Joghurt oder Aloe Vera ergeben wunderbare natürliche Pflege für trockene oder strapazierte Haare. Du kannst sie frisch anrühren und direkt anwenden – perfekt für einen kleinen Wellnessmoment zuhause.
Natürliche Erkältungsbalsame für die kalte Jahreszeit
Ein Balsam mit milden ätherischen Ölen wie Thymian, Lavendel oder Eukalyptus (für Erwachsene) kann bei Erkältungen wohltuend sein. Für Kinder gibt es sanfte Varianten ohne ätherische Öle – z. B. mit Ringelblume und Sheabutter.
💛 Warum Naturkosmetik so viel Spaß macht
Selbstgemachte Naturkosmetik ist nicht nur gut für die Haut, sondern auch für die Seele. Du weißt genau, was drin ist, du sparst Verpackung und Geld – und du schaffst Produkte, die sich richtig gut anfühlen. Es ist ein kleines Stück Selbstfürsorge, das du dir und deiner Familie schenkst.

Ein Wind‑ und Wetterbalsam ist für mich eines dieser kleinen DIY‑Projekte, die sich im Alltag viel größer anfühlen, als sie eigentlich sind. Du stehst ein paar Minuten in der Küche, schmilzt ein bisschen Sheabutter, rührst ein Öl ein, füllst alles in ein kleines Glas – und plötzlich hältst du etwas in der Hand, das sich unglaublich wertvoll anfühlt. Nicht, weil es teuer ist oder perfekt aussieht, sondern weil du es selbst gemacht hast.
Ich habe irgendwann gemerkt, wie gut es tut, solche Dinge wieder selbst in die Hand zu nehmen. Nicht blind zu kaufen, sondern bewusst zu entscheiden: Ich mache das jetzt selbst – und zwar so, wie es meiner Familie guttut. Und genau das ist der Moment, in dem aus einem simplen Balsam etwas viel Größeres wird.
Es ist dieses Gefühl von:
- Ich weiß genau, was drin ist.
- Ich kann es anpassen, wie wir es brauchen.
- Ich tue meiner Haut und der Umwelt etwas Gutes.
- Ich mache uns unabhängiger von all den überfüllten Drogerieregalen.
Und ganz ehrlich: Es macht einfach Spaß. Es ist ein bisschen wie Basteln für Erwachsene – nur dass am Ende etwas herauskommt, das du jeden Tag benutzen kannst. Etwas, das deine Kinder auf die Wangen bekommen, bevor ihr rausgeht. Etwas, das du in der Tasche hast, wenn der Wind kalt ist. Etwas, das du mit gutem Gefühl verschenken kannst.
Ich finde, genau solche kleinen DIYs bringen wieder ein Stück Ruhe in den Alltag. Sie erinnern daran, dass wir nicht alles kaufen müssen, dass wir vieles selbst können – und dass es sich richtig gut anfühlt, weniger abhängig von Produkten zu sein, die voll mit Dingen sind, die niemand braucht.
Vielleicht ist das der eigentliche Zauber an selbstgemachter Naturkosmetik: Sie verbindet. Dich mit dir selbst, mit deiner Familie, mit einem bewussteren Lebensstil. Und jedes Mal, wenn du den Balsam benutzt, spürst du ein bisschen davon.
Welche Naturkosmetik möchtest du als Nächstes ausprobieren – etwas für die Lippen, die Hände oder vielleicht ein kleines Geschenk für jemanden?



Weiterlesen auf Uponmylife.de





Danke!
Hallo, wozu ist denn das OliveM1000 da drin? Und wo bekomme ich das?
Herzliche Grüße, Yasira
OliveM1000 ist ein pflanzlicher Emulgator der aus Olivenöl hergestellt wird. Er sorgt dafür das die Creme besser einzieht, keinen Fettfilm hinterlässt und sich die Haut danach schön weich anfühlt. Ich nutze ihn als vegane Alternative zu Lanolin. Du bekommst OliveM1000 in Shops die Zutaten für DIY Naturkosmetik verkaufen, google einfach mal danach – leider (noch) nicht bei mir im Shop…