Ein paar Dinge habe ich bereits in mein Leben intergiert, um nachhaltiger zu Leben. Aber warum mache ich mir überhaupt diese Mühe? Darüber schreibe ich hier. Über meine Beweggründe, über die Dinge die ich bereits Umgesetzt habe und darüber was das alles mit Nachhaltigkeit und unserer Erde zu tun hat.

Erst einmal zurück zu den Anfängen

Seit inzwischen sechs Jahren ernähre ich mich vegetarisch. Am Anfang habe ich sehr auf mein Geld geachtet und immer günstig eingekauft. Als Studentin hatte ich einfach nicht mehr Geld für Bio-Lebensmittel. Zudem war ich zu Beginn meines Studiums sehr eingespannt in der Uni und hatte auch einfach keinen Kopf dafür mir um Bio usw. einen Kopf zu machen.

Veränderungen kamen langsam

Über die Jahre hat sich das langsam verändert. Und im letzten halben Jahr ziemlich deutlich. Seit ich gemerkt habe dass mir Kuhmilch nicht gut tut. Seit ich vermehrt Blogs lese, in denen es um Fair Fashion, vegane Ernährung und Nachhaltigkeit geht. Seit ich die Doku The True Cost gesehen habe. Seit ich vor einem halben Jahr beschlossen habe nur noch Second Hand und faire Kleidung zu kaufen. Seit ich den Großteil meiner Wege mit dem Rad und dem ÖV zurück lege. Seit ich nur noch Naturkosmetik kaufe. Und seit ich mich immer mehr mit der Thematik Nachhaltigkeit, mit den Gründen dafür und mit den Auswirkungen die unser „herkömmlicher“ Lebensstil so mit sich bringen auseinander setze. Seit dem merke ich wie unglaublich wichtig dieses Thema ist.

Aber ehrlich gesagt: Perfekt bin ich noch lange nicht.

Ich produziere immer noch realitv viel Müll. Ich kaufe auch im Supermarkt ein. Ich habe mir in den letzten Monaten auch mal einen Kaffee to go gekauft. Aber ich wäge ab zwischen nachhaltigem bzw. fairem Einkaufen und möglichst günstigen Produkten. Ich fliege viel zu gern in weit entfernte Länder. Ich kaufe auch noch viel zu viele verpackte Sachen. Und so geht die Liste weiter. Ich habe noch viel zu tun, zu lernen und umzusetzen.

Um immer weiter zu lernen und niemals stehen zu bleiben versuche ich mir immer wieder die Gründe vor Augen zu halten warum ich das überhaupt tue.

Warum Nachhaltigkeit?

Ich möchte dir hier zeigen, was meine Beweggründe sind, warum ich wirklich immer nachhaltiger Leben möchte:

Ich möchte mit gutem Gewissen leben und wissen, dass meine Kinder (falls ich mal welche haben werde) in einer Welt aufwachsen, in der sie frische Luft atmen und im Meer schwimmen können. Eine Welt in der Allergien und Überreaktionen des Körpers kaum noch vorkommen. Eine Welt in der man aufeinander und auf die Umwelt achtet. Das ist mein Traum.

Mein Traum hört sich ein bisschen egoistisch an. Aber auf die gesamte Weltbevölkerung übertragen sind die folgenden Gründe unglaublich wichtig, um eine nachhaltigere fairere Welt zu entwickeln:

  • Förderung von nachhaltigem Konsum
  • Bekämpfung des Klimawandels
  • Bekämpfung von Armut
  • Förderung von Bildung
  • Förderung bezahlbarer und sauberer Energien
  • Förderung von nachhaltiger Gestaltung von Städten und Siedlungen
  • Förderung intakter Ökosysteme
  • Förderung von Nachhaltigkeit im Sport und Förderung von nachhaltigem Engagement

Diese Nachhaltigkeitsziele wurden für Deutschland entwickelt und leiten sich von den Sustainable Development Goals der UN ab.

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Was ich bereits umsetze, um nachhaltiger zu Leben

Ein paar der Ziele versuche ich bereits umzusetzen:

  • Ich zahle gerne ein paar Euro mehr, wenn alle Beteiligten einen gerechten Lohn für ihre Arbeit bekommen. Damit kann ich die Armut auf unserem Planeten bekämpfen.
  • Ich schalte Lampen aus und drehe die Heizung runter, um Energie zu sparen. Meinen Strom beziehe ich von einem Ökostromanbieter. So beziehe und fördere ich regernerative Energie. Das schont ja bekanntlich die Umwelt.
  • Ich besitze kein Auto und nehme für meine Wege i.d.R. das Rad oder den ÖV. Außerdem esse ich kein Fleisch. Beides trägt zur Bekämpfung des Klimawandels bei.
  • Ich setze mich hier vor Ort in einer Gemeinde ein, versuche Freundschaften zu halten und habe ein gutes Verhältnis zu meinen Nachbarn. Meine, aber auch die Lebensqualität aller anderen, verbessert sich auch einfach durch dieses einfache, nachhaltige Engagement.
  • Ich versuche nachhaltig zu konsumieren. In allen Bereichen, sei es Kleidung, Lebensmittel oder Unterhaltung. Ich liebe beispielsweise Besuche von Komunalen Kinos, picknicken im Park oder Radfahren in Stadtteile in denen ich noch nicht war.

Wahrscheinlich gibt es noch viel mehr Dinge, die ich bereits unbewusst in mein Leben integriert habe.

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Wie ich es schaffe noch nachhaltiger zu leben?

Ich versuche mich immer weiter zu entwickeln und tausche mich gerne mit Freunden über das Thema aus. Zudem habe ich mich in unterschiedliche Newsletter eingetragen, um immer auf dem neusten Stand zu bleiben.

Auf die Bereiche Einkaufen, Alltag und Freizeit möchte ich genauer eingehen. Ich glaube, dass diese drei Bereich, so gering ihre Auswirkung vielleicht erscheint,  essentiell sind, wenn wir wirklich was verändern wollen.

So abgedroschen es leider schon klingt:

Jeder kann dazu beitragen, die Umwelt zu schonen!

Du kannst dein Leben mit vielen kleinen Schritten in ein nachhaltiges Leben umwandeln!

Einkaufen

Zu allererst frage ich mich immer:

Brauche ich das wirklich?

Viele Dinge landen, nach Beantwortung dieser Frage, gar nicht mehr in meinem Einkaufswagen. Wenn Kleidungsstücke, Lebensmittel oder anderes doch im Korb landen achte ich auf Folgendes:

  • Regionalität
  • Saisonalität
  • Möglichst Vegan
  • Möglichst wenig Verpackungen
  • Weniger, dafür hochwertiger
  • Faire Produktion
  • Second Hand
  • Natürliche Bestandteile
  • Naturkosmetik

Freizeit

Ich mache inzwischen lieber eine Wanderung oder eine Radtour, anstatt irgendwo mit dem Auto hinzufahren (auch wenn ich keines besitze, habe ich hin und wieder mal eines geliehen).

Reisen mit Verantwortung finde ich ziemlich schwer. Es beginnt mit der Wahl des Verkehrsmittels. Es muss nicht immer das Flugzeug sein, gerade bei „nahen“ Zielen. Der Zug tut es in vielen Fällen auch, man braucht dafür dann aber meist mehr Zeit. Natürlich erreicht man längst nicht alle Ziele mit Bus und Bahn. Wer doch ins Flugzeug steigt, kann seine „Klimasünde“ wieder gut machen. Eine gute Möglichkeit dazu bietet die Klimaschutzorganisation atmosfair. Auf der Website lässt sich berechnen, welchen CO2-Ausstoß der letzte Flug verursacht hat. Diesen Ausstoß kann man dann mit einer Spende an Klimaschutzprojekte auf der ganzen Welt kompensieren.

Alltag

Ich trinke Wasser aus dem Hahn. Leitungswasser kostet nur wenig, ist (in Deutschland) immer verfügbar und schmeckt genauso gut, wie abgefülltes Wasser. Die Qualität von Leitungswasser wird täglich überprüft. Auch für die Umwelt hat Leitungswasser klare Vorteile. Während abgefülltes Wasser oft Tausende Kilometer transportiert wird und meist in umweltschädlichen PET-Flaschen abgefüllt ist, kommt das Trinkwasser aus dem Wasserhahn komplett ohne CO2-intensive Transporte aus. Ich benutze Glasflaschen (die mal mit einer Limonade befüllt waren). Auch das spart jede Menge Müll und Geld.

Ich fahre nicht mehr mit dem Aufzug. Das spart nicht nur Strom, sondern ist auch gut für meine Gesundheit. Ich sitze jeden Tag sehr viel. Am Schreibtisch,  in der Uni oder auf dem Sofa. Treppenlaufen kurbelt den Kreislauf an und hält mich ein bisschen fit.


Wie du siehst, habe ich bereits kleine Dinge in mein Leben integriert um es nachhaltiger zu machen. Aber ich werde mich in den nächsten Monaten und Jahren noch weiter entwickeln. Weil ich ein Ziel habe:

Ich will, dass alle auf dieser Erde ein menschenwürdiges, gesundes Leben führen können.

Und ich hoffe ich konnte dich mit diesem Beitrag dazu anstiften, dass du dich mir anschließt und dein Leben in Richtung Nachhaltigkeit lenkst.

Was sind deine Ziele für dein Leben? Wie hast du bereits dein Leben nachhaltiger gestaltet? Was hast du vor in deinem Alltag zu verändern?