Nachhaltig leben, dass wollen viele. Kann das überhaupt jeder?

Nachhaltig kochen ist dabei schonmal ein Anfang. Doch was ist das eigentlich?

   

Nachhaltig bedeutet, dass du deinen eigenen ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich halten willst. Auf das Kochen bezogen bedeutet Nachhaltigkeit zum Beispiel, dass du darauf achtest, woher deine Lebensmittel kommen. Auch die Lebensmittelverschwendung solltest du dabei möglichst gering halten.

Tipps fürs nachhaltige Kochen

Ich gebe dir im folgenden Tipps wie du in das Thema „Nachhaltig Kochen“ starten kannst:

1. Kaufe frische Produkte

Es lohnt sich frische Produkte auf dem Wochenmarkt oder bio einzukaufen.

Denn Verarbeitete Produkte haben einiges gemeinsam:

  • Der Produktionsaufwand ist sehr hoch und daher auch mit hohen CO²-Ausstößen verbunden.
  • In häufig billig verarbeiteten Produkten befinden sich viele Zusatzstoffe. Die sind nicht nur gesundheitsgefährdend sondern schädigen auch die Umwelt.

Also kaufe lieber gleich frische Lebensmittel. Einige der Produkte kannst du auch einfach einfrieren. Dann hast du auch im Winter frische Früchte da.

 

2. Kaufe Regional uns Saisonal ein

Nachhaltig kochen bedeutet regional und saisonal zu kochen. Warum? Weil sich deine Ernährung und die Herkunft deiner Produkte auf den ökologischen Fußabdruck auswirkt.

Regionale Produkte stärken die Landwirtschaft in deiner Region und in Deutschland. Sie vermeiden Emissionen, die durch Transportwege entstehen.

Saisonale Produkte, werden nur dann verkauft, wenn sie unter den vorhandenen klimatischen Bedingungen angebaut werden können. Künstliche Wärmezufuhr findet nicht statt. Außerdem werden Importe aus anderen Ländern vermieden.

Mir geht es auch so, dass ich mich immer sehr auf die Rhabarber-Saison freue. Wäre dass auch so, wenn es bei mir ständig Rhabarber gäbe? Ich glaube nicht.

Dieses Genussverngügen ist also viel größer, wenn du dir nicht zu jeder Jahreszeit Erdbeeren oder Feigen kaufst.

Einen praktischen Saisonkalender kannst du dir hier, hier oder hier anschauen und herunterladen.

3. Kaufe Bio

Vor allem kleine Unternehmen und Familienbetriebe bauen Bio-Obst und Bio-Gemüse an. Sobald du Bio einkaufst, unterstützt du schon mal die ökologische Vielfalt.

Der ökologische Anbau ist zudem besonders ressourcenschonend, umweltverträglich und verfügt über ein deutlich höheres Naturschutzpotential.

Beim Bio-Anbau wird auf den Einsatz von Pestiziden, Fungiziden und Herbiziden verzichtet und auf natürliche Weise gedüngt.

Monokulturen und der Einsatz von Gentechnik ist in der ökologischen Landwirtschaft nicht zu finden.

Klar, schwarze Schafe gibt es immer. Das europäische Bio-Siegel ist auch eher als Grundlage zu sehen und kann noch ausgebaut werden.

Wenn du auf dem Wochenmarkt einkaufst oder im Bioladen unterstützt du den Bio-Anbau oft am Besten. In ländlichen Regionen verkaufen manche Bauern auch selbst im Hofladen ihre eigene Produkte.

 

4. Kaufe möglichst wenig Müll/ Verpackungen

In Supermärkten sind die meisten Lebensmittel verpackt, sogar Bio- Gurken und Bio- Paprika. Warum? Damit sie von den konventionellen Lebensmitteln unterschieden werden können. Das bedeutet du willst mehr Geld ausgeben um die Bio-Lebensmittel kaufen zu können und du kaufst Verpackungen mit ein.

Geh einfach für deinen Gemüse- und Obst-Einkauf auf den Wochenmarkt oder in einen Bio- Laden und bring deine eigenen Taschen mit. Dort werden sie stückweise und unverpackt angeboten.

Sobald du aber Linsen, Mehl oder Reis einkaufen willst, bist du wieder bei den Verpackungen. In Deutschland haben inzwischen immer mehr verpackungsfreie Einkaufsläden eröffnet. Eine Liste dieser Shops findest du hier. Ich hoffe, dass sich diese „Zero Waste“- Läden immer mehr ausbreiten und das Angebot auch in kleinere Städte vordringt. Um deine Lebensmittel aus einem Unverpackt-Laden sicher mit nach Hause nehmen zu können, ist es hilfreich wenn du ein paar der folgenden Behältnisse mitnimmst:

  • große Einkaufstasche oder Einkaufskorb
  • kleine Beutel, für Reis, Nudeln und Hülsenfrüchte

Zu Haus angekommen, kannst du deinen Einkauf einfach in verschließbare Gläser verpacken.

Falls es gar nicht ohne Verpackungen geht, versuche auf Plastik zu verzichten und greife lieber zur Papier-Verpackung.

 

5. Reduziere deinen Konsum von tierischen Lebensmitteln

Massentierhaltung ist nicht gut für unser Klima. Ein Beispiel wäre das berühmte Kilo Rindfleisch. Um dieses produzieren zu können werden 15.500 Liter Wasser benötigt.

Mit dem Wasser, das für eine Prokution eines einzigen Burgers benötigt wird, kann eine Person zwei Monate lang duschen.

Diese rießen Mengen an Wasser kommen dadurch zu stande, dass die Tiere getränkt werden müssen, die Ställe gesäubert und dass (das ist die mit Abstand größte Menge) das Futter angebaut werden muss.

Diese Mengen an Wasser werden nicht nur für Rindfleisch benötigt, sondern auch für jedes andere tierische Produkt. Denn alle Tiere müssen getränkt, ihre Ställe gesäubert und ihre Nahrung angebaut werden.

Mais und Soja, also die heutzutage vorwiegend eingesetzten Kraftfutter, werden auf rießigen Flächen angebaut. Dafür werden Regenwälder abgeholzt. Da Mais und Soja oft in Monokulturen angebaut werden, ist der Boden schon nach wenigen Jahren ausgelaugt und für Ackerflächen unbrauchbar.

Um das Fleisch bis zum Konsumeten zu bringen sind viele Transportwege nötig, die die Umwelt beeinflussen.

Du siehst, ein verantwortungsvoller, nachhaltiger Umgang im Konsum von Fisch, Fleisch und anderen tierischen Produkten ist wichtig, wenn du dich nachhaltig und klimafreundlich ernähren willst. Zusätzlich könnten die frei werdenden Ackerflächen mit Obst- und Gemüse angebaut werden.

Nebenbei kann also der Hunger auf der Welt reduziert werden.

Wenn du dir dann aber doch mal das eine oder andere Stück Fisch oder Fleisch gönnen willst, achte auf Regionalität und Bio-Qualität.

Ich weiß, meine Tipps schlagen teilweise ein tiefes Loch in deinen Geldbeutel.

Ich will auch gar nicht versuchen, dich zu allen diesen Nachhaltig-Kochen-Punkten zu überreden. Sehe meine Auflistung als Inspirationsquelle, dein Leben nachhaltiger zu gestalten. Versuche ein oder zwei der Tipps, die für dich machbar sind umzusetzen. Das würde mich schon mega glücklich machen und dein Leben nachhaltig beeinflussen.

Liebe Grüße,
Christine

PS: Ich bin auch nicht perfekt und kann auch nicht sagen, dass ich all diese Punkte immer erfülle, aber ich versuche es.